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Interview mit einem Auszubildenden

|   Auto Nagel

Personalreferentin Maria Lisa Look verantwortet im Hause Nagel & Sohn die Ausbildung. Etwa ein halbes Jahr nach Ausbildungsbeginn führte Sie ein Gespräch mit Hakan Seckin, Auszubildender zum Automobilkaufmann am Standort Versmold. Er erzählt über den Start seiner Ausbildung, die Kollegen und über das, was er bisher in seiner Ausbildung erlebt hat.

 

Maria Lisa: Vorab vielen lieben Dank Hakan, dass du dich für das Interview bereit erklärst heute. 

Hakan: Sehr gerne!

Maria Lisa:Wie viel Kaffee hast Du schon gekocht in den vergangenen Monaten? 

Hakan: Bis jetzt musste ich gar nicht viel Kaffee kochen. Meine Kollegen bedienen sich selber. Unseren Kunden biete ich natürlich gerne einen Kaffee an.

Maria Lisa: Das ist doch schön zu hören! In welchen Abteilungen warst Du bislang in Deiner Ausbildung? 

Hakan: Bis jetzt war ich im Verkauf und dort bin ich auch erstmal bis Ende Mai. Als nächstes steht dann die Disposition an.

Maria Lisa:Wie sieht denn bislang ein typischer Arbeitstag für Dich aus? 

Hakan: Wenn ich mich morgens zum Arbeitsbeginn eingestempelt habe, informiere ich mich bei meinen Kollegen welche Termine, wie z.B. Probefahrten, anliegen. Ich bereite mich dann dementsprechend vor und schaue über den Platz und den Verkaufsraum, ob da auch alles in Ordnung ist und empfange die ersten Kunden. Ich berate die Kunden und führe Probefahrten durch. Der Tag geht immer schnell um.      

Maria Lisa:Das hört sich nach einem ausgefüllten Arbeitstag an. Was war bis jetzt Deine größte Herausforderung, wenn Du an die letzten Monate zurückdenkst? 

Hakan: Die größte Herausforderung ist für mich gewesen, irgendwann diesen Schritt zu gehen, die Kunden anzusprechen und beraten zu können. Man muss wissen, wie man zwischenmenschlich mit dem Kunden umgeht, wann man dem Kunden im passenden Moment die Hand gibt und ihn richtig berät. Ansonsten gab es eigentlich gar nicht so viele große Herausforderungen.

Maria Lisa: Deine Ausbildung hat ja gerade auch erst richtig angefangen. Welche Tätigkeit gefällt Dir denn am besten? 

Hakan: Auf jeden Fall die Beratung der Kunden und wenn es dann letzten Endes zum Kaufvertrag und der Auslieferung kommt. Wenn man den kompletten Prozess miterleben kann. Und was mir auch gut gefällt, ist das Lösen der Probleme unserer Kunden. Zum Beispiel hatten wir Kunden da, deren Auto gestohlen wurde und nun dringend ein neues Auto benötigt haben. Da konnte man in einer problematischen Lage helfen. Achso genau, was mir natürlich auch sehr viel Spaß macht ist das Autofahren. Man sitzt in so viel verschiedenen Autos und ich darf alle mal fahren. Und sei es nur zur Tankstelle, zur Waschstraße oder einfach mal mit dem Kunden zusammen.

Maria Lisa: Welches Auto fährst Du denn am liebsten? 

Hakan: Also momentan fahre ich am liebsten Mercedes AMG.

Maria Lisa:  Da bist Du bei Nagel & Sohn ja genau richtig! Was war denn Dein schönster Tag hier bei uns im Unternehmen und warum?  

Hakan: Mein schönster Tag im Unternehmen war auf jeden Fall vergangen Samstag, als ich mein erstes Auto verkauft habe. Ich hatte mich im Vorfeld mit Herrn Remane besprochen und habe die Verkaufsabwicklung dann alleine durchgeführt. Und dann gab es noch einen tollen Tag als wir die Ausstellung für die Eröffnung an der A 33 hatten und die Autos einladend platziert haben.  

Maria Lisa: Welches Auto hast Du denn verkauft? 

Hakan: Das war ein VW Golf Sportsvan.

Maria Lisa: Super! Und war das eher jüngere oder ältere Kundschaft? 

Hakan: Das war ein junges Paar aus Bremen, die sich für ein neues Auto interessiert haben.

Maria Lisa: Das freut mich. Was hättest Du denn vorher nicht erwartet in der Ausbildung, was hat dich überrascht? 

Hakan: Auf jeden Fall, dass man so früh ins kalte Wasser geworfen wurde. Man kann und darf so viel allein machen. Das sehe ich auch eher positiv, denn bei anderen Klassenkameraden ist es teilweise so, dass die nur Kaffee kochen oder den Hof fegen dürfen, da hat es mich auf jeden Fall besser getroffen. Ich trage schon nach kurzer Zeit Verantwortung. 

Maria Lisa: Wie ist denn der Kontakt zu den anderen Azubis in dem Unternehmen oder in der Unternehmensgruppe? 

Hakan: Wenn ich im Service oder in der Werkstatt bin, dann unterhalte ich mich gerne mal mit den anderen Kollegen. Insgesamt ist der Kontakt mit den anderen echt super. Alle sind hilfsbereit. Wenn ich mal in der Werkstatt bin, nehmen die Auszubildenden sich dort auch Zeit mir etwas zu erklären, zum Beispiel wie die Bremse funktioniert. Im Service versucht man mir auch immer zu helfen, wenn ich Fragen habe. Das alles ist insgesamt schon sehr positiv hier!

Maria Lisa: Das ist schön zu hören. Und Du gehst auch mit einer anderen Auszubildenden aus dieser Unternehmensgruppe zur gleichen Schule, oder? 

Hakan: Ja genau, die Auszubildende arbeitet bei Stopka in Bielefeld.

Maria Lisa: Hast Du denn einen Kollegen der Dich in den letzten Monaten besonders begleitet hat, von dem Du viel gelernt hast? 

Hakan: Ja, auf jeden Fall! Das sind sogar mehrere Kollegen. Zum einen Dennis Siewert und Misir Sis, die mir sehr viel zeigen. Die beiden haben 2014 bzw. 2018 ihre Ausbildung in der Gruppe absolviert. Und dann auf jeden Fall noch Finn-Luca Remane, der obwohl er als Verkaufsleiter viel um die Ohren hat, immer Zeit für mich hat. Ich kann ihn immer anrufen, wenn ich Fragen habe und er erklärt einem alles ausführlich. Das ist schon sehr gut für meine Ausbildung! Ich habe ja mit einem weiteren Azubi im Sommer zusammen begonnen und wir wurden schnell in das junge Team im Verkauf integriert. 

Maria Lisa: Hast Du noch Wünsche für deine Ausbildung? Vielleicht noch Aufgaben und Abteilungen, die Du unbedingt noch kennen lernen möchtest? 

Hakan: Ja, auf jeden Fall möchte ich noch in die Werkstatt reinschauen, weil ich das bis jetzt auch immer sehr interessant fand. Dann möchte ich die Dispo kennen lernen, damit man die Prozesse hinter dem ganzen mal sieht und versteht. Dann noch einen Blick in die Buchhaltung und Marketing werfen.

Maria Lisa: Okay, das vermerke ich mir auf jeden Fall für meinem Plan. Jetzt gehörst Du zu denjenigen, die das Digitale Berichtsheft und das E-Learning schon benutzen. Hilft es Dir für die Schule den Stoff besser zu verstehen? Oder ist es eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? 

Hakan: Das E-Learning kostet schon viel Zeit, aber es hilft einem, sich Vorwissen anzueignen welches in der Schule direkt angewendet werden kann. Das digitale Berichtsheft ist schon sehr hilfreich, man hat nicht so viel Papierkram überall herumliegen. 

Maria Lisa: Wenn Du jetzt mal an den Frühling 2019 zurückdenkst, warum hast Du dich für die Ausbildung zum Automobilkaufmann entschieden? 

Hakan: Auf jeden Fall, weil das Automobil schon immer meine große Leidenschaft war, da habe ich mich schon immer für interessiert. Ich mochte auch schon immer den Kontakt mit Menschen. Die Unternehmensgruppe finde ich auf Grund der vielen verschiedenen Marken sehr interessant. Besonders Mercedes-Benz und Volkswagen, sowie an anderen Standorten Jaguar und Land Rover.

Maria Lisa: Wie genau bist Du denn auf unser Unternehmen Nagel & Sohn aufmerksam geworden? 

Hakan: Das war relativ kurzfristig, weil ich ja vorher erst im Ausland war. Danach habe ich mich dazu entschieden, doch erst eine Ausbildung zu machen und bin dann direkt zum Arbeitsamt gegangen und habe um eine Beratung gebeten. Die haben mir dann eine Seite gezeigt, auf der Unternehmen Auszubildende suchen und Nagel & Sohn hat noch einen Ausbildungsplatz angeboten. Ich habe mich direkt beworben.

Maria Lisa: Und wie lief das Bewerbungsverfahren dann ab? 

Hakan: Es war sehr entspannt und man hat sich direkt willkommen gefühlt. Als erstes hatte man das Bewerbungsgespräch mit Dir und Finn-Luca Remane. Es war ein entspanntes Gespräch in einer sehr entspannten Atmosphäre, das ging dann auch relativ lange. Ich hatte direkt am nächsten Tag das Probearbeiten und daraufhin bekam ich am nächsten Tag die Zusage.

Maria Lisa: Das stimmt. Was meinst Du denn, welche Eigenschaften man für diesen Beruf mitbringen sollte? 

Hakan: Also man sollte auf jeden Fall offen sein, man sollte kein Problem damit haben mit Menschen zu reden. Man sollte eine gewisse Empathie besitzen um mit den Kunden umgehen zu können. Es gibt forschere oder etwas sensiblere Kunden. Und auf jeden Fall sollte man strapazierfähig sein, denn die Arbeitszeiten sind nicht immer arbeitnehmerfreundlich. Aber sonst muss man eigentlich nur offen und gut gelaunt sein.

Maria Lisa: Was würdest Du einem neuen Azubi für seine ersten Wochen mit auf den Weg geben? 

Hakan: Auf jeden Fall alles auszuprobieren, was einem angeboten wird, auch wenn man dann mal ins kalte Wasser geworfen wird. Und dass man halt wirklich ´Learning by Doing´ betreibt.

Maria Lisa: Vielen lieben Dank an Hakan für dieses großartige Interview und wir wünschen dir noch eine erfolgreiche Ausbildung bei Nagel & Sohn! 

Hakan: Ja Dankeschön, dass ich das Interview mit euch machen durfte und bis bald!

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Foto Hakan Seckin